Nein, es ist keine Druckerei – im Zentrum steht eindeutig die "Idee". Der Druck ist dabei lediglich Mittel zum Zweck, um einer besonderen Form der Werbung das geeignete Träger-Medium zu bieten. Es gibt inzwischen eine Reihe hervorragender Druck-Dienstleister, die für die Produktion in Frage kommen - ich selbst drucke nicht.
Zuerst einmal geht es um Kommunikation mit gesteigertem Wirkungsgrad. Gerade in Zeiten
ungünstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen geht es darum, die wichtigsten Kunden besser zu
erreichen und sie zu aktivieren, ohne ihnen dabei lästig zu werden. Und Werbung steht heute vor einer
besonderen Herausforderung: Sie befindet sich im Kampf um die Aufmerksamkeit des umworbenen
Kunden.
Flexible Druckprodukte kommen primär im Direct Marketing zum Einsatz, also beispielsweise als
Werbebrief oder Mailing. Aber der Empfänger dieses Mailings bekommt inzwischen eine Menge Post – und
jeder, der wirbt, will ihm in mehr oder weniger marktschreierischer Form etwas verkaufen ...
Natürlich, aber das Marktschreierische ist nicht mein Stil. Ich sehe da Grenzen und nehme mir die Freiheit, solche Ansätze, mit denen ich mich so ganz und gar nicht identifizieren kann, von Anfang an abzulehnen. Mir ist klar, dass das für manchen nicht gut klingt und viele Dienstleister der Ansicht sind, dass man so nicht professionell agieren kann. Aber meine Überzeugung ist, dass ich nur dann optimal unterstützen kann, wenn ich an die Sache glaube, an der ich arbeite. Das war schon bei meinen Verkaufs-Jobs so: Ich habe immer ein Produkt, eine Leistung oder ein Unternehmen gebraucht, an das ich als Verkäufer auch glauben konnte. Und diese Überzeugung habe ich dann den Kunden zu vermitteln versucht.
Ja, und daran ist ja auch nichts Schlechtes. Es geht nur um die Art und Weise, wie das gemacht wird: Versuche ich als Anbieter, mit aller Gewalt die Aufmerksamkeit der Käufer an mich zu reißen? Insbesondere in den USA gibt es einen Marketing-Trend, der mit Ekel erregenden Elementen arbeitet und damit den Betrachter zur Aufmerksamkeit zwingt - nennt sich "Bad Taste Marketing". Mein Fall wäre das nicht, weil es dazu führt, dass die Menschen irgendwann abstumpfen und auf gar nichts mehr reagieren wollen. Oder eine Abneigung entwickeln dem gegenüber, der sie immer wieder unangenehm manipuliert. Meine Überzeugung: Kunden sollen nicht genötigt, sondern positiv motiviert werden.
Die Botschaft, die im Zuge einer Werbemaßnahme kommuniziert wird, wird auf den
Kommunikationspartner, den Kunden, abgestimmt. Bei Druckidee wird gedruckte Kommunikation flexibel und geht auf
den Empfänger ein. Es wird Bezug genommen auf seine Eigenschaften und Interessen. Nicht als
Selbstzweck, sondern um die Aufmerksamkeit des Kunden zu bekommen. Und ihn dann mit
relevanten Inhalten für die Werbebotschaft interessieren.